5. Juni 2020

Eine neue systematische Überprüfung durch Wissenschaftler der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) und Partner soll der wissenschaftlichen Gemeinschaft einen aktuellen Überblick über mögliche Zusammenhänge zwischen Mykotoxinexpositionen und der Krebsentstehung beim Menschen geben. Der Artikel wurde in der Zeitschrift veröffentlicht Umfassende Übersichten zu Lebensmittelwissenschaft und Lebensmittelsicherheit.

In den letzten Jahren hat das Interesse an der Untersuchung der Kanzerogenität von Mykotoxinen beim Menschen zugenommen, wobei der Schwerpunkt auf den Zusammenhängen zwischen der Mykotoxinexposition und primären Krebserkrankungen der Leber, der Brust und des Gebärmutterhalses liegt. Diese neue Studie bietet einen klaren Überblick über die Zusammenhänge zwischen Aflatoxinen und Leberkrebsrisiko im Einklang mit dem IARC-Monographien Einstufung. Darüber hinaus ist es ein starkes Argument für eine eingehendere Untersuchung der Kanzerogenität anderer Mykotoxine wie Zearalenon und Fumonisin B.1, Desoxynivalenol und Ochratoxin A.

Nur wenige epidemiologische Studien am Menschen haben Zusammenhänge zwischen diesen Mykotoxinen und dem Krebsrisiko untersucht. Das Wissen über ihre potenzielle Karzinogenität ist rar oder nicht vorhanden. Die Zusammenhänge zwischen Mykotoxinexposition und Krebsrisiko wurden hauptsächlich in experimentellen Studien festgestellt und müssen in epidemiologischen Studien am Menschen bestätigt werden, um relevante evidenzbasierte Strategien für die öffentliche Gesundheit zu formulieren.

Claeys L., Romano C., De Ruyck K., Wilson H., Fervers B., Korenjak M. et al.
Mykotoxinexposition und Krebsrisiko beim Menschen: eine systematische Überprüfung epidemiologischer Studien
Compr Rev Food Sci Lebensmittelsaf, Online veröffentlicht am 20. Mai 2020;
https://doi.org/10.1111/1541-4337.12567

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Markus Wischenbart